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Hartmut El Kurdi: A lot of different things to say

Assoziationen zu Zoë MacTaggarts besonderen Superheldinnen

Bilder, Skulpturen, aber auch Romane, Theaterstücke und Songs haben Titel. Wenn sie nicht grade „Ohne Titel (7)“ oder „ # 9“ heißen. Was ja - in der Verweigerung – auch schon wieder Titel sind. Aber hat ein Kunstwerk auch ein „Thema“? Klar, denken wir, es handelt ja von irgendwas. Aber wenn wir das Thema benennen wollen, wird es oft schwierig und schwammig. Kunst ist kein Thesenpapier. Sondern Annäherung an ein Motiv, ein Sujet, eine Fragestellung. Kunst verfehlt, streift, scheitert, macht Umwege, kommt zurück, versucht es erneut …Komm, lass die nicht erzählen, was du zu lassen hast.

 

Ähnlich verhält es sich auch mit Ausstellungen und ihren „Themen“. Könnten wir so einfach sagen, worum es bei den Kunstwerken einer Ausstellung geht, bräuchten wir die Ausstellung und die darin gezeigten Werke nicht. Kunst, egal welchen Genres, findet – so sie denn keine Propaganda oder PR ist – immer auf verschiedenen Ebenen statt. Ist mehrdimensional, mehrdeutig, offen. Und dennoch hat sie etwas zu sagen, also „something to say“. Meistens sogar nicht nur „something“, sondern eben „a lot of different things”. [...]

 

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(Text von Hartmut El Kurdi im Katalog zur Ausstellung "Something to Say" im Kunstverein Barsinghausen Mai/Juni 2024)


Zoë MacTaggart: Something to Say

Von Dr. Sara Tröster Klemm

 

[...] Diesen unbändigen Wunsch nach Freiheit gesteht sie nicht nur sich und anderen Menschen, sondern allem Lebendigen zu. Obwohl sie bisher – außer zum Beispiel in Catlady (2017) – kaum Tiere malte, spielen sie in ihrem Leben doch eine bedeutende Rolle. Sie umhegt sie und lebt konsequent vegan. Der grenzenlose Respekt, welcher mit dieser Haltung einhergeht, erzeugt die starke empathische Kraft ihrer Kunst, welche sich in ihren hochenergetischen Partybildern, Kampfszenen und Bewegungsstudien voll entfaltet. MacTaggart malt, weil sie etwas zu sagen hat, Something to Say (2020), und sich ihre Botschaft am besten in der Sprache der Malerei ausdrücken lässt. [...]

 

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(Dr. Sara Tröster Klemm, Leipzig 2023)

 

 

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Einführung in das Werk von Zoë MacTaggart

von Manfred Bolte M.A.

[...] „Zoë MacTaggart ist eine starke Frau, die zum Teil große Bilder malt, von ebenso starken Frauen, und lässt ihre Farben durch einen dargestellten Farbrausch teilweise in der 3. Dimension explodieren, wie z.B. in der Mobile-Installation“ 

Daraus ergeben sich zwei Fragen:

„Wie macht sie das?“ und 

„Warum kann Sie das?“ 

1. Wie macht sie das? Ganz einfach: Sie weiß, was sie will, sie weiß, was sie kann und sie weiß immer, wie sie ihr Vorhaben, in einer bisher nie dagewesenen Form umsetzen kann. Durch das Durchbrechen von Farb- und Formenwelten in ihrer eigenen Bildsprache entsteht dann ein Effekt, der diese, hier zu erlebende Faszination ausmacht. [...]

 

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(Eröffnungsrede im Kulturforum Land Wursten e.V. in Dorum am 16. Juni 2019) 


Zoë McTaggart: Just Dancin’

Laudatio von Prof. Dr. Bettina Uhlig

Just Dancin' by Zoë MacTaggart

 

[...] Ungestümer, wuchtiger Umgang mit Farbe, grobe Farbflächen, sich auflösende Farbfelder, fein modulierte Farbigkeit in Gesicht, Haut, Kleidung verbinden sich zu einem farbigen Ganzen. Farbe und Malerei sind jedoch nicht vordergründig. Vordergründig ist das, was auf dem Bild vor sich geht.

 

Die Präsenz des Bildes wird durch Vielschichtigkeit und Mehrdeutigkeit erzeugt. Das Bild gibt uns widersprüchliche Antworten – und das macht es zu einem guten Bild. Nichts ist plakativ und fassbar, vielmehr wird es immer fraglicher, je länger ich es betrachte. [...]

 

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(Laudatio zur Verleihung des Sparkassenpreises des BBK – 11/2016)


Zu den Arbeiten von Zoë MacTaggart

von Delia Theoklidis

[...] Zu ihren Vorbildern in der Kunst zählen neben anderen Kokoschka, Doig und Lautrec – große Maler, deren Einflüsse in MacTaggarts Werken deutlich zum Vorschein kommen.

Expressionistisch inspirierte Techniken werden in ihren Bildern zu bunten Szenerien der Nacht transformiert. Ob großflächige Acrylgemälde oder kleinere Aquarellmalereien; alle Arbeiten der Künstlerin haben einen zeichnerischen Charakter, welcher sich durch die Körper der Gesamtkompositionen ausdrückt.

Die Bildthemen sind weibliche Körper, deren Umrisslinien gekonnt über die ganze Bildfläche geschwungen und durch einen pastösen Farbauftrag kontrastiert werden. Der Bildaufbau wirkt dadurch sehr dynamisch, die geschickt zusammengestellten Farbfelder spielen dabei genau so eine große Rolle, wie die augenscheinlich in einer Bewegung gezeichneten Körperlinien. Vorder- und Hintergrund verschmelzen derweil in Eins und vermitteln dem Betrachter ein Gefühl von Bewegung, was dem Thema des Burlesquetanzes zuspielt.

MacTaggart ist leidenschaftliche Burlesqueperformerin und sieht diese Ausdrucksform als Kunst an; die Verarbeitung der Burlesque-Themen in ihren Bildern verdeutlicht dies. Großen Wert legt die Künstlerin vor allem darauf, dass der Striptease nur ein kleiner Bestandteil der facettenreichen Kunst des Burlesquetanzes ist. [...]

 

(Delia Theoklidis anlässlich der Ausstellung "Urnenwahl", Mai 2014, urnenwahl.tumblr.com)