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Stand der Dinge

Live Painting & Ausstellung in der Schaubude, Hannover, 13. Juni - 29. Juli 2016


Urnenwahl

Ausstellung in der Galeria Lunar, Hannover, Mai 2014

Urne, gestaltet von Zoë MacTaggart
Foto: Thorben Noß

Natural Vintage Glam 

Bevor ich anfing, die Urne zu gestalten, habe ich mir ein paar Gedanken gemacht und mich mit der Thematik auseinandergesetzt. Sterben und Tod, die Bestattungskultur - was ist und war üblich, hier und anderswo?

Natürlich hätte ich die Urne erwartungsgemäß einfach bemalen können. Als ich den Rohling jedoch in den Händen hielt, kalt und metallisch, war mir schnell klar, dass ich ganz anders vorgehen werde.

Das Leben ist vergänglich. Die Urne dann mit einem unvergänglichen Material zu gestalten, kam mir widersprüchlich vor.

Gefallen hat mir der Gedanke, sich im Tod einzukuscheln. In einem warmen, gemütlichen Nest gut aufgehoben zu sein und so in die Natur überzugehen.

Also habe ich gut biegsame Zweige genommen und diese zu einer Art Kugelnest geflochten. Im Nest findet das Urnengefäß seinen Platz. Damit war die Grundform fertig.

Im Gegensatz zu meinen farbenfrohen, lebendigen Gemälden, habe ich mich bei der Farbgestaltung hier für das reine Weiß entschieden. Auf mich wirkt diese Farbe neutral, leicht und licht. Im Leben wie in der Kunst hat Perfektion für mich immer was kaltes und totes an sich. Umgekehrt jedoch erscheint mir die Farbe Weiß im Tod klar und ruhig.

 

Nachdem ich den Rohling aus Stahl und auch das Kugelnest aus Weidenzweigen mit weißer Farbe versehen habe, kamen Daunenfedern und kleine Kristallsteine hinzu.

Das Gefäß habe ich von innen komplett mit den Federn ausgekleidet, es sollte ein wirklich kuscheliges Nest entstehen.

Beim genauen Hinsehen fällt auf, das die weiße Farbe von den Zweigen bereits wieder abblättert. Auch wenn es eine unangenehme Wahrheit ist: Mit dem ersten Tag in dieser Welt beginnt der Verfall.

Die Kristalle sind nicht gleich sichtbar, sollen hier und da, je nach Blickwinkel und Lichteinfall, hervorfunkeln. Sie sind Symbole für das, was vom Menschen auf der Erde bleibt. Was, bewusst oder unbewusst für die Hinterbliebenen, sein Leben ausgemacht hat – ein Lachen, ein Erlebnis.

 

 

Material:

Urnengefäß aus Stahl, Weidenzweige, Sprühlack, Kristalle, Daunenfedern, Silikon (verkauft)


Bühnenbilder für "Die glorreichen Diven"

2013


Kunst ist Kommunikation

Eine Woche im KünstlerLaden, 14.-20. Oktober 2013


Sitzkunstfrühling

Ernst-August-Platz, vor dem Hauptbahnhof Hannover, 29.03.-18.04.2010

 

Setzen Sie sich doch ins Bild (Szenen aus einer Bar)

 

Ursprünglich weiß, wurde Stuhl Marcus abgeschmirgelt und in mehreren Schichten mit Acrylfarben bemalt. Auf der inneren Stuhllehne sind im Hintergrund Flaschen zu erkennen. Darüber hat die Künstlerin eine weibliche Figur aufgetragen, die sich auf einem Barhocker abstützt. Gekleidet in schwarz-rot und mit gestreiften Strümpfen blickt sie ernsthaft herauf.

 

Auf der Sitzfläche sind mehrere Flaschen mit vermutlich alkoholischen Getränken zu sehen.
Auf der Rückseite der Stuhllehne wird dem Betrachter ein pinkes Rüschenhöschen entgegengestreckt. Die abgebildete Frau lehnt in Strapsen und BH auf dem Tresen, vor sich ein Glas Rotwein.

Die gewöhnlich nicht sichtbare untere Sitzfläche wurde ebenfalls von der Künstlerin mit Flaschen bemalt. Hier ist auch die Aufforderung zu lesen: „Setzen Sie sich doch ins Bild!“ Der Rand des Stuhls dient als Bilderrahmen und ist in goldener Farbe gestaltet.

Beide Damen sind nach Skizzen von weiblichen Modellen bei einer Zeichensession der Dr. Sketchy’s Anti-Art School entstanden.
(verkauft)